Grundrezept Lippenpflege

Rezept: 50 ml Öl, 7 g Bienenwachs, 1-2 TL Himbeermark, rote Rüben oder andere Frucht oder Honig

Das Öl mit dem Bienenwachs in einem Topf sanft erwärmen, bis alles flüssig ist. Vom Herd nehmen und das Fruchtmark dazu geben. Mit einem Pürierstab aufschlagen, bis sich die Zutaten vermengt haben. Abfüllen. Wenn man in Lippenpflegestifte abfüllt so gehen sich 7 Stifte á 7 ml aus.
Haltbarkeit: 1 Monat bei Zimmertemperatur, 3 Monate im Kühlschrank

Dirndl

DIRNDL – KORNELKIRSCHE – CORNUS MAS

Familie: Hartriegelgewächs (Cornaceae)
Gattung: Hartriegel (Cornus)
Art: Kornelkirsche
Standort: Der wärmeliebende Strauch wächst wild in lichten Wäldern und Waldrändern, oft auf kalkhaltigen Böden.
Größe: bis zu 4 m
Blätter: eiförmig-elliptisch, spitz, 4–10 cm lang, oben glänzend, beiderseits angedrückt behaart
Blüten: gorldgelb, vier Blütenblätter, in Dolden, erscheinen von Februar – April am alten Holz
Früchte: glänzend rot, länglich und etwa 2 cm lang, enthalten rotes Fruchtfleisch und einen länglichen Steinkern, sie sind essbar, aber säuerlich
Verbreitung: Südeuropa und Teilen von Mitteleuropa
Inhaltsstoffe:    Elainsäure, Fruchtsäuren (vor allem Äpfelsäure), Zucker (vor allem Glucose und Fructose),Vitamine (70 – 125 mg / 100 g Frucht Viramin C), Schleimstoffe, Gerbstoffe, Fruchtester, Antioxidantien: (z.B. die Anthocyane, das sind Farbstoffe, die zur Vitamin P Gruppe zählen), wenig Pektin.
Wirkung: Schon Hildegard von Bingen empfahl bei Gicht ein Bad aus Rinde, Blatt und Holz und die Kirsche bei Magenproblemen.
Sammelzeit: Früchte: August/September mit dukelroter Farbe
Verwendung: Holz als Spazierstock, Rohkost, Dörrobst, Sirup, Gelee, Marmelade, Säfte, Schnaps

Kräuterspaziergang 8.10.16

8. Oktober 2016    10:00 – 15:00 Uhr   Baden bei Wien

Du würdest gerne wissen, was in der näheren Umgebung von Baden bei Wien wächst und wie man die Wildkräuter verwenden kann. Wir machen einen 2stündigen Spaziergang oder treffen uns in unserem Kräutergarten (je nach Witterung) und du lernst mehr über die Wildkräuter aus deinem Umfeld. Bitte gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung! Die Früchte und Wildkräuter aus Wald, Wiese und Garten schmecken im Herbst hervorragend und aus diesem Grund machen wir sie haltbar. Tinkturen, Öle, Marmelade, Gelee, Saft, Tee, Likör,…… es gibt so viele Möglichkeiten den Genuss zu verlängern.
Kosten: € 80,- /Person
Treffpunkt: Wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.
ANMELDUNG:  HIER DIREKT ANMELDEN
INFO: Andrea Hofmann (Köchin & Kräuterpädagogin) 0676/9661707


Das war unser Kräuterspaziergang im April 2016:

Schlehe Prunus spinosa (Druparia spinosa)

Die Schlehe ist sehr beliebt bei Vögeln, aber auch für uns Menschen ist sie sehr wertvoll.

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Amygdalin, Emulsin, Nitritglykosid, fettes Öl, Apfelsäure, Glykoside, wenig Blausäure
Familie: Rosengewächs (Rosaceae)
Gattung: Prunus
Art: Schlehdorn
Größe, Wuchsart: Die Schlehe wächst strauchförmig und kann bis zu 3m hoch werden.
Zweige: Die Zweige sind rundlich bis kantig und sind mit vielen Dornen ausgestattet. Diese Dornen sind aber botanisch gesehen Seitentriebe.
Blätter: Die Blätter sind wechselständig angeordnet, leicht behaart, verkehrt eiförmig und weich. Der Blattrand hat eine leichte Zähnung.
Blüten: fünf Blütenlätter, weiß 1,5 mm, März – April, vor dem Laubaustrieb
Frucht: kugelig bis etwas ellipsenförmige 6 – 18 mm, blauschwarze, bereifte große Steinfrucht, das Fruchtfleisch ist sauer und herb, Fruchtreife Okt./Nov.
Verwendung: Blüten, Rinde und Früchte wirken adstringierend (zusammenziehend), harntreibend, schwach abführend, fiebersenkend, magenstärkend und entzündungshemmend
Blüten: Aufguss bei Durchfallerkrankungen, bei Blasen- und Nierenproblemen und Magenbeschwerden
Rinde: Abkochung der Rinde von der Wurzel bei Fieber
Früchte: Likör, Mus, Gelee

 

Kräuterspaziergang und -verkochen

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Wir hatten am Samstag, den 21.05.2016 herrliches Wetter und es gab viele Kräuter zu entdecken. Die Wildkräuter sammelten wir am Vormittag im Raum Baden und anschießend verkochten wir unsere gesammelten Schätze in der Flotte Lotte Kochwerkstatt zu einem 4 Gangmenü.

  • Humusbällchen mit Blüten auf Schwarz-/Weißbrot
  • Pestobrötchen
  • Gnocchi mit Wildkräuterfüllung und Tomatensauce
  • Wildkräutersalat
  • Palatschinken mit Erdbeerobers und Hollerzucker

 

Gnocchi mit Wildkräuterfüllung

Gnocchi mit Wildkräuterfüllung und Tomatensauce (4 Personen):

Gnocchi:
500 g mehlige Kartoffeln
100 g Weizenmehl (Type 405)
1 Ei Gr. M

Füllung:
1 Hand voll Nüsse angeröstet
1 gr. Hand voll Wildkräuter
75 g Parmesan
Olivenöl
Salz

Sauce:
3 Tomaten in kleine Stücke geschnitten
1 Zwiebel
1 Bund Basilikum
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz & Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln schälen und kochen. Dannach 5 – 10 Min ausdämpfen lassen.
  • Die Kartoffeln passieren und mit dem Mehl und dem Ei gut kneten. Falls der Teig zu stark klebt, etwas Mehl zugeben. Die Masse soll warm verarbeitet werden.
  • Auf der Arbeitsfläche wird der Teig nun weiter geknetet, bis er nicht mehr klebt. Dann zu einer 5 cm dicken Rolle formen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Die Kräuter für die Füllung grob schneiden.
  • Alle Zutaten für die Füllung mischen und abschmecken.
  • Die kleinen Teigportionen flach drücken und die Füllung in die Mitte setzen, Teig zu klappen, eine Kugel formen und auf eine bemehlte Fläche setzen.
  • Für die Sauce Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anbraten. Dannach die Tomatenstückchen dazu und alles erhitzen. Die Sauce abschmecken und vor dem Servieren die grob gehackten Basilikumblätter dazu geben.
  • Die gefüllten Gnocchi in leicht kochendes Salzwasser geben und warten bis sie an der Oberfläche schwimmen. Ab und zu sanft umrühren.
  • Zum Anrichten, die Tomatensauce in einen tiefen Teller geben und die Gnocchi oben auf setzten. Mit Basilikumblätter garnieren.

Bärlauch

BÄRLAUCH – ALLIUM URSINUM

Umgangssprachlich: Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Gattung: Lauch (Allium)
Art: Bärlauch
Standort: Schattige Laubwälder und humusreiche Standorte. In Auwäldern und rund um große Flüsse.
Größe: 20 – 50 cm
Blätter: 25 cm lang, länglich, lanzettlich und weich, riechen nach Knoblauch. Das Bärlauchblatt wächst einzeln aus dem Boden.
Blüten: Die Bärlauchblüten sind Scheindolden, deren Blüten wie kleine Sterne aussehen.
Verbreitung: Der Bärlauch kommt in großen Teilen von Europa und an manchen Stellen von Nordasien, im Kaukasus, westlichen Russland vor.
Inhaltsstoffe: Allicin, Alliin, Methyl-L-cysteinsulfoxid, Flavonoide, Vitamin C, ätherisches Öl, Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker
Wirkung: Positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen, effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen, Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft bei Wurmbefall.
Sammelzeit: Blätter: April – Mai
Blüten u. Knospen: ab Mai
Verwendung: Frühjahrskur, Pesto, mit anderen Kräutern gemischt als Spinat, frisch geschnitten auf Aufstrichbrote, Kräuterbutter, Knospen wie Kapern einlegen